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Ingrid Schiffelholz Körpertherapie Augsburg Termin anfragen

Meine Methoden

Trager Körperarbeit

Sanfte Berührung, gefühlte Bewegung und ein Zustand, in dem Veränderung möglich wird.

Was Trager ist

Der amerikanische Mediziner Dr. Milton Trager entwickelte eine ganzheitlich orientierte Körperarbeit und nannte sie psychophysische Integration. Es geht darum, freiere Bewegungsabläufe wieder zu erleben und zu erlernen.

Dabei wird die Aufmerksamkeit in besonderer Weise auf den eigenen Körper gelenkt. Durch sanftes, achtsames Bewegen und Berühren kann muskuläre und seelische Anspannung nachlassen. Der Körper erinnert sich wieder an seine natürlichen Qualitäten: Beweglichkeit, Mühelosigkeit, Wohlbefinden.

Die Wechselwirkung von körperlichem und seelischem Erleben führt zu einem neuromuskulären Lernen. Sie wirkt auf den ganzen Menschen, nicht auf eine einzelne Stelle.

„Bemühe dich nicht, sondern frage dich: Wie möchte es sein?“ Dr. Milton Trager
Beide Hände halten behutsam den Kopf einer liegenden Patientin.

Was in einer Sitzung passiert

Angebote statt Anweisungen

Am Anfang steht das Wahrnehmen. Was ist gerade da? Wie fühlt es sich an? Und: Wie sollte es sich anfühlen? Was möchten Sie Besseres fühlen? Die Sitzung findet dabei in einem meditativen Zustand statt, dem sogenannten Hook-up.

Nichts wird gedehnt, gedrückt oder korrigiert. Stattdessen bekommt der Körper Angebote: eine Bewegung. Das Fühlen des eigenen Gewichts, etwa eines Beins, eines Arms oder des Kopfes. Ein Gefühl von Weite, von Länge, von Weichheit, von Loslassen.

Dazu kommen innere Fragen, die ich mir während der Arbeit stelle:

Was könnte leichter sein?
Wie könnte es sich weicher anfühlen?
Wie könnte es sich entspannter anfühlen?

Der Unterschied zur Anweisung ist groß. Wenn ich Ihnen sage, lassen Sie die Schultern sinken, dann steuert der Kopf. Es fühlt sich nicht gut an, und meist sind die Schultern nach ein paar Minuten wieder oben. Wenn Sie dagegen in einer Sitzung spüren, wie es sich anfühlen kann, wenn die Schultern unten sind, dann haben Sie etwas, an das Sie sich erinnern können.

Dieses Erinnern hat in der Trager Arbeit einen eigenen Namen: Recall. Gemeint ist die Fähigkeit, ein einmal gespürtes Gefühl später wieder abzurufen, zu Hause, im Büro, mitten im Tag. Darauf kommt es an, denn die Sitzung dauert anderthalb Stunden, der Alltag den Rest der Woche.

Das Hook-up

Das Hook-up ist ein meditativer Seinszustand: ein wertvoller Raum des Nichtwissens und des Nicht-Müssens. Ein Zustand von Präsenz und Verbundensein.

Als Therapeutin begebe ich mich zuerst selbst dorthin. Das ist kein Beiwerk, sondern Voraussetzung: Es macht es leichter, dass Sie sich diesem Raum ebenfalls öffnen können.

Zwei Formen der Arbeit

Die Tischarbeit

Sie liegen auf der Liege und lassen Ihr Gewicht an die Unterlage ab. Körper, Geist und Seele kommen zur Ruhe. Gearbeitet wird im Hook-up.

Ich fühle das Gewicht einzelner Körperteile. Ich bewege den Körper, arbeite mit Wellenbewegungen und Lockerungen. Ich fühle das Gewebe, tauche hinein und komme über die Sanftheit in die tieferen Schichten. Dabei stelle ich mir innerlich meine Fragen. Wie fühlt sich der Kopf an? Was braucht er gerade: Leichtigkeit, Entspannung? Was brauchen die Schultern, vielleicht das Gefühl von Weite?

Sie fühlen mit, lassen geschehen und nehmen Ihren Körper wahr. Oft werden dabei Unterschiede spürbar: Der rechte Arm, der schon gefühlt wurde, fühlt sich anders an als der linke, der noch wartet. Länger vielleicht, wärmer, weicher, lockerer, leichter.

Genau solche Unterschiede sind es, die sich später über den Recall wieder abrufen lassen: zu Hause, als gefühlte Wahrnehmung.

Weil der Körper ein Spiegelbild ist, bleibt das nicht beim Körper. Das Loslassen, die Entspannung, das Wohlgefühl breiten sich auch auf der seelisch-geistigen Ebene aus.

Mentastics®

Die zweite Form findet im Stehen oder Gehen statt, manchmal auch im Sitzen oder Liegen. Hier wird nicht behandelt, hier bewegen Sie sich selbst. Es sind gefühlte Bewegungen, keine Übungen.

Wir fragen zum Beispiel: Wie fühlt es sich an, durch Moos zu gehen? Wir stellen es uns vor, spüren das Weiche unter den Füßen, sinken ein, und gehen so durch den Raum. Oder: Wie fühlt es sich an, wenn die Bewegung aus dem Knie kommt? Wenn die Schultern beim Gehen mitschwingen? Wie verändert es sich, wenn ich meine Aufrichtung verändere?

Das klingt ungewöhnlich. Es verändert aber die Wahrnehmung schneller als jede Anweisung, und man kann es überall für sich weiterführen.

Für das Gute fehlen uns die Worte

Die meisten Menschen spüren nur die Stellen, an denen es wehtut. Wie sich entspannte Schultern anfühlen, dafür fehlen uns die Worte. Wir haben es nie gelernt.

Deshalb geht es in meiner Arbeit nicht darum, im Schmerz zu bleiben, sondern um die anderen Fragen: Wie kann es sich leichter anfühlen? Wie kann es sich weicher anfühlen? Wie kann es sich freier anfühlen?

Diesen Ausdruck gemeinsam zu finden, ist ein Teil der Behandlung.

Trager einmal ausprobieren?

Eine Sitzung dauert ein bis anderthalb Stunden und kostet ab 85 Euro.